Materialistischer Feminismus

Im Rahmen des Roten Oktobers stand eigentlich noch eine Veranstaltung mit den Genoss*innen von der Basisgruppe Antifa Bremen (ba) zu  materialistischem Feminismus an. Leider müssen wir sie aufgrund der Kontaktbeschränkungen absagen.

Auch wenn klar ist, dass die Unterdrückung entlang von Geschlecht kein bloßer Nebenwiderspruch im Kampf um die befreite Gesellschaft ist, bleibt der genauere Zusammenhang zwischen Geschlecht und Kapitalismus komplex. Dem nachzugehen war der Impuls zu der Veranstaltung. Wir haben viel weniger eine Antwort, als eine Menge Fragen. Zum Beispiel danach, wie dieses Verhältnis zu verstehen ist und wie daraus eine emanzipatorische und feministische Praxis entstehen kann.

Daher ist es uns wichtig, mit euch zu diskutieren, Perspektiven auszutauschen und solidarisch zu streiten. Deshalb wollen wir die Veranstaltung nicht online durchführen, sondern zusammen mit euch nachholen sobald es möglich ist.

Stattdessen gibt es einen kleinen Podcast von den Genoss*innen und solidarische Grüße:

„Sehr gerne hätten wir heute einen ganzen Abend mit euch über Feminismus und die richtige feministische Praxis diskutiert. Leider dürfen wir unseren Workshop zur Einführung in den materialistischen Feminismus zurzeit nicht durchführen! Als Trost gibt es einen Teaser mit vier Fragen zum Thema an die Basisgruppe Antifa aus Bremen. Den ausfürhlichen Workshop mit mehr Hintergrunddebatten holen wir hoffentlich bald nach!“

 

 

Film „Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen“

Donnerstag, 22. Oktober 2020 um 19:30

@ SCALA Programmkino (Apothekenstr. 17, 21335 Lüneburg)

Hier findet ihr mehr Informationen und den Film:
https://www.verwobenegeschichten.de/

Und hier noch Film- und Buchempfehlungen der Regisseurin:
Film: Bruderland ist abgebrannt von Angelika Nguyen
Sammelband: Labor 89 von Peggy Piesche
Sammelband: Erinnern stören von Lydia Lierke und Massimo Perinelli

Der Fall der Berliner Mauer ist fest im kollektiven Gedächtnis verankert: eine Umbruchszeit, deren Folgen bis heute zu spüren sind. Während die hegemoniale Geschichtsschreibung ein einseitiges Narrativ um dieses historisches Ereignis gebaut hat, hat sich das Team des Projekts ​„Erinnerungsorte – Vergessene und verwobene Geschichten“ mit der Perspektive von Frauen* of Color beschäftigt. Das Projekt wurde finanziert durch das IFAF Berlin. In Einzel- und Gruppeninterviews ­wurden fünf Feminist*innen of Color zu ihrem politischen Aktivismus gegen Rassismus und Sexismus im Hinblick auf die Zeit der deutschen Wiederver­einigung befragt. Der Film von Diane Izabiliza zeigt, welche Bedeutung die deutsche Wiedervereinigung für Frauen* of Color hat, wie sie den tiefgreifenden politischen Wandel und den anschließen­den Anstieg rassistischer Gewalt erlebt haben.

Das anschließende Film­gepräch mit der Regisseurin Diane Izabiliza wurde im Vorfeld aufgezeichnet und wird im Anschluss an den Film gezeigt.


In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.

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Veranstalter*innen: fem.trails

Lesung & Diskussion ,,Strafe und Gefängnis“ mit Rehzi Malzahn

 

Donnerstag, 29. Oktober 2020 um 19:30

@ hybrid: Ort und Link zur digitalen Teilnahme auf Anfrage

Strafen sind ein Herrschaftsinstrument, welches in der Erziehung und in der Gesellschaft zu Lernprozessen führen soll und dabei weitestgehend unhinterfragt bleibt. Auch in linken Kontexten lassen sich solche Mechanismen finden, denen unbedingt eine Alternative des Miteinanders entgegengesetzt werden sollte. Rehzi Malzahn wird uns einige Anregungen geben können, über Strafen, sogenannte „Kriminalität“ und den Umgang mit ungewolltem Verhalten zu diskutieren. Lasst uns den Bogen spannen von allgemeiner Gefängniskritik zu Konfliktsituationen in unserem Alltag. Schreibt uns, wenn ihr vor Ort (20 Plätze) oder digital dabei sein wollt. awareness@anna-und-arthur.de

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Veranstalter*innen: calgaa

Exkursion & Gruppenführung in die KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Samstag, 7. November 2020 um 12:00

— FÄLLT LEIDER AUS —

Wir wollen gemeinsam die KZ-Gedenkstätte Neuengamme besuchen. Im Rahmen einer Gruppenführung wird sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und des Konzentrationslagers Neuengamme auseinandergesetzt. Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung und das Gelände eigenständig zu besichtigen. Die Teilnehmer*Innenzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Wir bitten um Anmeldung mit euren Kontaktdaten bis zum 1. November, da wir diese im voraus an die Gedenkstätte weiterleiten müssen. Des weiteren ist das Tragen einer Maske ist auf dem Gelände nicht erforderlich. Für weitere Nachfragen, bezüglich Corona Auflagen, der Anreise oder anderen Dingen stehen wir gerne zu Verfügung. unbehagen.in.der.struktur@gmail.com

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Veranstalter*innen: AK Unbehagen in der Struktur

 

Gedenken an die Reichspogromnacht

Montag, 9. November 2020 um 19:00

@ Beginn vor dem Anna & Arthur (Katzenstr. 2, 21335 Lüneburg)

Am 09. November jährt sich die Reichspogromnacht zum 82. Mal. Angeführt von SS und SA, beteiligte sich 1938 die nicht-jüdische Bevölkerung aktiv an den Novemberpogromen gegen Jüdinnen*Juden oder stimmte durch ihr Schweigen zu. Die Morde, Inhaftierungen, Plünderungen und Verwüstungen waren der Auftakt zur Vernichtung des jüdischen Lebens im Dritten Reich, welche letztlich in der Shoah gipfelte.

Aufgrund der derzeitigen Entwicklung der Infektionszahlen kann die Gedenkveranstaltung an die Reichspogromnacht leider nicht wie geplant stattfinden. Um unserem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus trotzdem einen Ausdruck zu verleihen wollen wir das in Kleingruppen in dezentraler Form tun. 

Wir geben von 19 bis 20 Uhr aus dem Anna & Arthur Putzutensilien, Grablichter und Informationsmaterial zu den Stolpersteinen und Personen aus, um euch Material zur Verfügung zu stellen damit ihr in Zweier- oder Haushaltsgruppen eigenständig dem Gedenken nachgehen könnt.

Seid solidarisch, haltet Abstand und achtet aufeinander, besonders falls sich zur Abholung mehrere Gruppen vor dem

Anna & Arthur sammeln.

Kein Vergeben, Kein Vergessen!

 

In Kooperation mit der Rosa Luxemburg Stiftung Niedersachsen e.V.
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Veranstalter*innen: Salt City Antifa

Vortrag & Diskussion „Kritik der Lohnarbeit“ mit Christian Frings

Donnerstag, 12. November um 19:00

@ Online

Mit dem Vortrag wollen wir als Arbeitskreis Möglichkeiten des Arbeitskampfes thematisieren und zusammen diskutieren. Insbesondere weil eine radikale Gesellschaftkritik uns mit der Lohnarbeit, der viele von uns viele Stunden am Tag nach gehen müssen, in einen Widerspruch bringt. Wie lassen sich Kritik und Widerstand an den Arbeitsplatz tragen und wo wirken rechtliche und institutionelle Rahmenbedingungen (wie sie z.B. Gewerkschaften setzen) für diese Kämpfe vereinzelnd oder integrativ? Christian wird in dem Vortrag eine allgemeine Kritik der Lohnarbeit formulieren und das Dilemma des Arbeitsrechts, anhand dessen historischer Entwicklung und konkreter Arbeitskämpfe beschreiben. Im Anschluss wollen wir gemeinsam diskutieren. Vorwissen ist nicht nötig.

Bitte schreibt an elitaer_prekaer@asta-lueneburg.de, um die Onlinezugangsdaten von uns zu erhalten.

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Veranstalter*innen: AK elitär/prekär

Gedenkort ehemaliges Konzentrationslager Uckermark – Digitaler Rundgang und anschließendes Gespräch

Donnerstag, 26. November 2020 um 19:00

@ online (Link und Passwort bekommt ihr bei Anmeldung)

Das jährliche Bau- und Begegnungscamp der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark konnte aufgrund der Covid 19 Pandemie leider dieses Jahr nicht stattfinden. Personen aus der Initiative haben deshalb von 3. – 9. August 2020 eine Digitale Aktionswoche veranstaltet. Genauere Informationen zu der Initiative gibt es auf der Webseite der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark.

Wir laden Euch ein zu einem filmischen Rundgang, der im Rahmen der
digitalen Aktionswoche entstand. Grundlage für den Kurzfilm ist der
Audioguide für einen Besuch auf dem Gedenkort, der von der Initiative
2015 entwickelt wurde. Dieser fasst das bisherige Wissen zum Lager
zusammen, lässt Überlebende zu Wort kommen und geht ein auf das Konzept des offenen Gedenkens.Anschließend gibt es ein Gespräch und die Möglichkeit Fragen zu stellen
an Personen von der Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark.

Anmeldung unter femtrails@riseup.net – ihr bekommt vor der Veranstaltung eine Mail mit Informationen und Zugang zum Online-Raum.

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KONZENTRATIONSLAGER UCKERMARK
Das Jugendkonzentrationslager für Mädchen und junge Frauen in der
Uckermark wurde im Frühjahr 1942 von Häftlingen des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück errichtet. Bis 1945 zählte das
Lager ca. 1000 Mädchen und junge Frauen.Ein Erlass von 1937 über die „vorbeugende Verbrechensbekämpfung“ hatte die Inhaftierung von als ‚asozial‘ kriminalisierten Mädchen möglich gemacht. Die dort Inhaftierten zählten lange Zeit zu den „vergessen“ gemachten Verfolgten des Nationalsozialismus und haben keine öffentliche Anerkennung erfahren.Im Januar 1945 wurde der größte Teil des Jugendkonzentrationslagers zu einem Vernichtungsort für Häftlinge aus Ravensbrück und anderen Konzentrationslagern umfunktioniert. Bis April 1945 wurden dort ca. 5000 Frauen ermordet. Insgesamt ist bis heute über die Geschichte des Ortes im Nationalsozialismus wenig bekannt.
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Veranstalter*innen: fem.trails